Die Oberstufe führt ein Theaterprojekt durch
Eine Schülerin berichtet:
Etwa kurz vor den Osterferien setzten wir uns alle ins Physikzimmer und bekamen von den Lehrern die Texte vom Theaterstück. Dann mussten wir das ganze Stück durchlesen, und jeder bekam irgend eine Rolle. Herr Pfaehler schrieb alle Rollen, die das Stück hat, an die Tafel, und wir durften eine aussuchen. Ich war der Rustan. Aber als wir mit dem Lesen fertig waren, war ich nicht zufrieden, weil ich diese Rolle viel zu klein fand. Ich sah, wie Herr Schönfelder und zwei andere Lehrer miteinander schwatzten, und ich ging zu ihnen hinüber. Dort verkündete ich, dass ich gern eine grössere Rolle haben möchte. Natürlich waren sie damit einverstanden, denn schliesslich waren die Rollen noch gar nicht verteilt.Einige Zeit später sassen wir im Morgenkreis im Saal. Dort verkündeten die Lehrer, dass sie sich übers Theaterstück unterhalten haben und einen Vorschlag machten, welche Rolle zu einem passte. Ein paar waren zufrieden, und ein paar wollten gar nicht mitspielen. Wir mussten uns halt noch darüber unterhalten.
Am Freitag vor den Osterferien bekamen wir einen Zettel. Auf diesem standen die Rollen und unsere Namen. Jetzt bekam ich die Hauptrolle: Assad. Nach den Ferien war die 10. Klasse in Juist, die 9. Klasse im Bauernpraktikum, und wir blieben in der Schule zusammen mit Herrn Marhenke und Herrn Schönfelder. Wir haben geschmiedet, exakte Zeichnungen geübt, Ausflüge gemacht und natürlich richtig unsere Rollen geübt.
Wir probten auf der Bühne oder im Saal, manchmal sogar während dem Schmieden. Wir machten das so: Herr Schönfelder ging mit den Jungs aus der Werkstatt und übte mit ihnen, während wir Mädchen mit Herrn Marhenke weiterarbeiteten. Später machten wir alles umgekehrt. Aber manchmal mussten wir auch gemischt proben.Als die anderen beiden Klassen aus ihren Praktika zurückkamen, gingen die Proben erst recht los. Es war sehr anstrengend, aber auch sehr toll und witzig. Wenn jemand eine falsche Betonung oder eine falsche Bewegung machte, machte Herr Schönfelder ihn nach und übertrieb, was wir alle sehr lustig fanden.
Eines Nachmittags, als die Mädchengruppe bei Herrn Schönfelder Kunst hatte, er aber nicht da war, mussten wir mit Frau Robles schöne Blätter für unser Stück ausfüllen. Wir mussten „Der Rubin“ schreiben und wo und wann es stattfinden sollte. Das Stück sollte dreimal aufgeführt werden.
Am Donnerstag war die Aufführung für die Schüler. Als ich umgezogen und geschminkt mit Andrea hinter der Bühne stand, merkte ich, wie meine Knie ganz weich und mein Bauch ganz komisch wurden, weil ich so aufgeregt war. Natürlich hatte ich auch bei den anderen Aufführungen am Freitag und Samstag Lampenfieber. Aber je länger ich auf der Bühne war, desto schneller verging die Angst. Als wir am Samstag unsere letzte Aufführung hinter uns gebracht hatten, war ich sehr traurig, den das Theaterstück hat mir sehr gefallen.
Tanja
Es war ein tolles Stück. Zuerst habe ich mich aufgeregt, weil ich den Wesir spielen musste. Erst als ich die Rolle besser kennen lernte, machte sie mir Spass. Als wir dann anfingen, die Kulissen zu machen, war ich richtig motiviert. Das Kostüm half mir sehr in meine Rolle zu kommen. Es war ein gutes Gefühl! Bei der ersten Aufführung hatte ich Lampenfieber. Das zweite Mal war ich nicht so nervös. Bei der letzten Aufführung war ich sehr nervös und hatte eine Lachkrise. Doch am Schluss war es trotzdem toll.Was ich vor allem gelernt habe? Sehr viel Geduld! Ich werd das Theater vermissen.
Ebru
Ich habe den Text mehrmals abgeschrieben, dann konnte ich ihn auswendig. Die Bewegungen dazu waren einfach. Auf die Bühne zu gehen war für mich eine grosse Überwindung. Die Kostüme waren sehr schön. Das Schminken war lustig und hat mir gut gefallen...Bei der Aufführung war ich nicht nervös. Ich wollte so schnell wie möglich auf die Bühne. Nach dem Spiel hätte ich am liebsten auf der Bühne weiter gespielt.
Melanie B.